Warum verhungern täglich ...

Es gibt alles …

die berühmten Agrarüberschüsse: Milchseen, Fleischberge und sogar Fördermittel, um Ackerland in Brachland umzuwandeln. Die Wunder der Technik: Von der fortgeschrittenen Medizintechnik über die weltweite Kommunikation im Internet bis hin zur Raumfahrt ist heute fast alles machbar. Die grenzenlosen Konsummöglichkeiten: Alle Verrücktheiten können befriedigt werden, millionenschwere Motorjachten, der edle Diamant an der Sandale bis hin zum Picasso Gemälde für 100 Mio. $.

... aber für viele nichts:

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit trinken nach UN-Angaben verschmutztes Wasser und 40 Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu angemessenen Sanitäranlagen. Mit dem Ausdruck Welthunger wird die dramatische Situation beschrieben, dass derzeit rund 950 Millionen Menschen von Hunger und Unterernährung betroffen sind. Jeden Tag verhungern bis zu 100.000 Menschen oder sterben an den Folgen chronischer Unterernährung.

Es muss Gründe geben, warum jede Verrücktheit, die man bezahlen kann, wichtiger ist als das elementarste Bedürfnis. Welthunger, kein Zugang zu sauberem Wasser, bittere Armut und elende Arbeitsbedingungen, Analphabetentum, verwahrloste Straßenkinder sowie Altersarmut als Perspektive für immer mehr Menschen selbst in den reichsten Industrieländern sind im 21. Jahrhundert keine Naturgegebenheit, sondern neben den vorhandenen Reichtümern eine Begleiterscheinung der erfolgreichen globalen Marktwirtschaft. Warum ist das so? Wo doch die Marktwirtschaft als das beste aller denkbaren Wirtschaftssysteme gilt, in dem die "unsichtbare Hand" des Marktes angeblich über den Preismechanismus für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage und damit für die höchstmögliche Effizienz und beste Versorgung mit Gütern und Diensten sorgt.



Wen die weltweit zunehmende Armut stört, muss folgendes Rätsel lösen: Alles was man zum Leben benötigt, wird in den Industrieländern im Überfluss hergestellt. Zugleich gibt es auch dort immer mehr Armut. Wie kann das sein?




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