3. erweiterte Auflage 2010, 146 Seiten, € 12,50 im Buchhandel oder versandkostenfrei direkt beim Autor: herluee@yahoo.com
Komische Wirtschaftskrise. Offensichtlich gibt es von allem zu viel. Zu viele Häuser und Wohnungen, zu viele Autos, zu viele Lebensmittel etc. Das volkswirtschaftliche Angebot ist zu groß für die Nachfrage, es gibt nicht zu wenig Produktion, sondern Überkapazitäten. Wo soll man hin mit all den nützlichen Sachen, die produziert wurden. Arbeitnehmer werden entlassen und damit ausser Lohn und Brot gesetzt, weil zu viel produziert wurde. Nützliche Gebrauchsgegenstände liegen auf Halde und funktionierende Produktionsstätten werden geschlossen wegen zu geringer Nachfrage bei gleichzeitiger Massenverelendung. Die Verarmung und damit der Ausschluss vom Reichtum steigt und alles ohne wirkliche Not – keine Überschwemmung, kein Erdbeben, kein Feuer. Gemessen an der zahlungsfähigen Nachfrage ist einfach zu viel produziert worden. Es wurde auf Halde produziert, ist das bekannte Synonym für Konjunkturkrise. Die Versorgung mit Gebrauchsgegenständen könnte also genauso weiter stattfinden, wenn die planmäßige Gebrauchswertherstellung und -verteilung Zweck und nicht nur Mittel der Produktion wäre. Ist sie aber nicht.
Was ist das für ein komischer Reichtum, der obwohl sich die materiellen Produktionsbedingungen gar nicht verändert haben, plötzlich in einem zunehmenden Umfang für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung steht?
Was ist in der Marktwirtschaft der Maßstab, was ist der Zweck für den Einsatz der Produktionsmittel?
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