Welternährungstag

MalawiDer Welternährungstag – auch Welthungertag genannt – wurde erstmals 1979 seitens der FAO (Food and Agricultural Organisation) der United Nations ins Leben gerufen. Seit mehr als 25 Jahren wird so alljährlich am 16. Oktober unter einem wohlklingenden Motto daran erinnert, dass weltweit mehrere Millionen Menschen verhungern.

 

1981 war das Motto: Lebensmittel haben Vorrang. Zehn Jahre später: »Lebensmittel für die Zukunft«. Zwanzig Jahre später – nachdem mehrere hundert Millionen Menschen verhungert sind – hieß es in 2000: »Ein Millennium frei von Hunger«.

Im neuen Millennium geht es weiter wie im alten. So ging es in 2003 um die »Internationale Allianz gegen den Hunger«. In 2005 war das Motto: »Landwirtschaft und interkultureller Dialog« und für 2006 war die gute Idee: »Investiert in die Landwirtschaft für die Ernährungssicherung«. In 2007 heißt es dann kämpferisch: »Das Recht auf Lebensmittel«.

 

Den guten Willen, den Hungernden zu helfen, sollte man niemandem bestreiten. Er ist offensichtlich genauso vorhanden wie die erforderlichen Mittel. Für die führenden Industrienationen, die über die technologischen Mittel wie den erforderliche Reichtumsproduktion verfügen, gibt es vielmehr Gründe, warum dies beim besten Willen nicht geht. Wem die notwendigen Folgen nicht gefallen, sollte diese Gründe kritisieren, statt sie leichtfertig als ungerecht, egoistisch, gleichgültig oder gar bösartig zu diffamieren.

 

Bereichert euch ist das Losungswort der globalen Marktwirtschaft. Über die unsichtbare Hand der Marktkräfte soll die Konkurrenz der Marktteilnehmer zur optimalen Allokation der Ressourcen führen. Einfach Güter zu produzieren und die Verteilung zu organisieren, würde in der Marktwirtschaft lediglich die lokalen Märkte zerstören. Hilfe zur Selbsthilfe ist marktwirtschaftlich gedacht daher das Einzige, was zur Beseitigung der weltweiten Armut machbar ist. Das bedeutet, denen, die in der Konkurrenz um das lohnende Geschäft den Kürzeren gezogen haben, soll geholfen werden, gegen die, die in der Konkurrenz erfolgreich waren, selbst erfolgreich zu werden. Wenn sie dann immer noch nicht erfolgreich sind, kann ihnen auch keiner mehr helfen. So funktioniert die Marktwirtschaft.